Juke Box Hero

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Ähnlich wie der Ohrwurm der Gruppe Foreigner aus den 80er entwickelte sich auch der seit 2010 gebaute Nissan Juke zum Erfolgsschlager. Als der ungewöhnlich designte Japaner auf den Markt kam, spaltete er die Gemüter. Jedoch: Europaweit verkaufte er sich über eine Million mal, in Deutschland kam er auf über 10.000 Einheiten.

In seiner zweiten Modellgeneration verbindet das kleine auffällige Crossover-Coupé ein athletischeres, aber weiterhin polarisierendes Design mit mehr Platz, besserem Komfort, neuen Technologien und umfangreicher Serienausstattung. Das zeigt bereits die Einstiegsversion Visia ab 18.988,- Euro. Neben einem Audiosystem verfügt sie über Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Tempomat, Multi- funktionslenkrad, Verkehrszeichenerkennung sowie elektrische Außenspiegel.

Die neu gestalteten Voll-LED-Scheinwerfer und LED-Rückleuchten verleihen dem Juke selbst bei Nacht ein unverkennbares Aussehen. Während die Chassis Control Technologien den Fahrkomfort erhöhen, sorgen neben diversen Airbags unter anderem ein autonomer Notbremsassistent mit Fußgänger- und Fahrradfahrererkennung, ein Fernlicht- sowie ein intelli- genter Spurhalteassistent für Sicherheit.



Unser Testwagen stand in der hochwertigen TEKNA-Ausführung (ab 25.627 Euro) zur Verfügung. Hier kommt u.a. das NissanConnect Infotainment-System zum Einsatz: Es verfügt über eine Smartphone-Integration per Apple CarPlay und Android Auto, sodass sich Apps und Co. direkt über den acht Zoll großen Touch-screen nutzen lassen.

Den Vortrieb übernimmt grundsätzlich ein ebenso kraftvoller wie effizienter Dreizylinder-Turbobenziner, der aus einem Liter Hubraum 86 KW/117 PS und ein maximales Drehmoment von 180 Nm schöpft. Geschaltet wird wahlweise über ein Sechsgang-Schaltgetriebe oder ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe mit Schaltwippen, die Beschleunigung liegt zwischen 10,4 (Schalter) und 11,1 (DCT) Sekunden von 0 auf 100. Die Endgeschwindigkeit beträgt grundsätzlich 180 km/h.

Auch wenn der Vorgänger die Gemüter mit seinem Design spaltete, so konnte der Neue im Test auch extern überwiegend positive Kritik ernten. Kurz und bündig: der Juke macht Spaß, man fällt damit auf, hat wenig Kontakt zum Tankwart und sein Dreizylinder glänzt durch akustische Zurückhaltung. Dank einem Leergewicht von nur 1.182 kg, der perfekten Übersetzung der 6-Gang-Box und dem famosen Ansprechverhalten ist man recht spritzig unterwegs. Bei normaler Fahrweise pendelt sich der Verbrauch um die 5 Liter ein, mehr als 6,6 genehmigte er sich nie.


Rundum mit 225/45/19er Bereifung versehen, gibt sich der Juke sportlich straff ausgelegt, ohne seine Insassen zu malträtieren. Die Bremsen lieferten gleichfalls gut dosierbar und auf den Punkt ab.

Fazit: Generation Zwo legt deutlich bei Qualität und Fahrdynamik zu, das frische Design hebt ihn von der Masse ab.

Bericht/Fotos: Guido Strauss

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